Fotobericht Cordyceps & Morchel Tour 2008

Reiseablauf der Cordyceps & Morchel Reise 2008
Dechen Tibetisch Autonome Präfektur, Yunnan
Daniel Winkler
 
26. Mai  Montag:  Ankunft in Kunming
Abholung vom Flughafen von Reiseführer Xu Hui, Transport zum Green Lake View Hotel.
Morgens Besuch des Botanischen Gartens in Heilongtan und des "Kunming Institute of Botany".
Nachmittag kurzer Bummel in Kunming, Abendessen beim "Yunnan Pilzkönig". Folgende Spezialitäten finden wir auf unseren Tellern: "Qisong", ein Termitenpilz (Termitomyces eurrhizus), Lederkoralle "Ganbajun" (Thelephora ganbajun), Schleierdame (Dictyophora indusiata), und ein Steinpilz im Geschmack ähnlich Boletus edulis, aber gemäß Restaurant Boletus ornatipes.
 
 
Ein kleine, fast frische Lederkoralle / Ganba Jun ausgestellt auf Salatblättern.
 
 
Eine Schleierdame (Dictyophora indusiata) - und hier geht es um den Pilz und nicht um die Dame - wird vorgeführt.
 
LederkoralleGanba jun (Thelephora ganbajun) ist die bekannteste Pilzspezialität in Kunming
 
Beim  "Pilz-Prinz" in Kunming. Im Regal: Schleierdame (Dictyophora indusiata),Morcheln (Morchella sp.), etliche Röhrlinge inklusive Steinpilz (Boletus spp.), Edel Reizker oder Milchling (Lactarius deliciosus), Termitenpilz (Termitomyces eurrhizus), Tintlinge (Coprinus spp.), Austernpilze (Pleurotus ostreatus, P. eryingii), Lederkoralle = Ganbajun (Thelephora ganbajun), Rötliche Lacktrichterling (Laccaria laccata), eine violette Habichtspilzart (Sarcodon sp.), Shitake (Lentinula edodesund Enoki / Samtfußling (Flammulina velutipes).  
 
27. Mai  Dienstag:  Kunming - Lijiang
Morgens Besuch des Pilzmarktes in Kunming. Am beeindruckendsten ist die Schleierdame (Dictyophora indusiata) und ihr Eistadium. Dazu ein halbes Dutzend farbenfroher bis dunkler Röhrlinge (Boletus obscureumbrinus, B. bicolor, B. ornatipes, ein paar B.edulis, ein leuchtendrot geröhrter und Boletus speciosus "bai chong niugan jun", ein gelbgeröhrter blass-silberner Steinpilz). Etliche Körbe mit "Ganbajun" (Thelephora), der etwa zehnmal so teuer ist wie Steinpilze, Schild-Rötlinge (Entoloma clypeatum), Termitenpilze (Termitomyces cf. striatus), Edelreizker (Lactarius deliciosus), etliche getrocknete Trüffel (kai jun, Tuber indicum) und Säcke von frisch getrockneten Morcheln (Morchella spp.), die in den tibetischen Gebieten Yunnans gesammelt wurden.
 
Die Termiten wussten was sie taten in den Jahrmillionen der Pilzzucht! Dieser Termitenpilze (Termitomyces cf striatus) hat einen hervorragenden süßlich-nussigen Geschmack.
Es könnte sich um einen Neoboletus handeln, der dem guten Schusterpilz nahe verwandt wäre .
 
 
Eine Marktfrau zeigt einen Butyriboletus sp.  "bai chong niugan jun".
 
Eine gut gelaunte Käuferin mit frisch erstandenem
Boletus obscureumbrinus.
 
Mittags Flug nach Lijiang. Besichtigung der Champignionzucht auf Stroh und Kuhmist von He Jie. Die "Zuchthäuser" sind aus einfachen Holz-und Bambusrahmen gefertigt und mit Plastikplanen und Strohmatten abgedeckt. Danach Besuch der malerischen Altstadt von Lijiang, dem Herz der Naxi / Nakhi-Kultur, die als UNESCO Welterbe deklariert ist. Lijiang Grand Hotel
 
 
He Jie, ein Naxi / Nakhi Pilzzücher, mit seiner Großmutter.
 
Szene aus der malerischen Altstadt von Lijiang, dem Herz der Naxi (  =Naschi)-Kultur, die als UNESCO Welterbe deklariert ist. Wir hatten große Glück, daß die Stadt fast leer war. Zum einen ist es noch die Vorsaison, zum anderen hatten das Sichuan-Erdbeben und die Aufstände in den tibetischen Gebieten, die aber nicht Yunnan erreichten, viele chinesische Touristen verschreckt.
Wer behauptet, dass Pilzkulturen bräuchten sterile, hochtechnologisierte Wachstumsbedingungen?  Nicht weit vom Flughafen in Lijiang besuchten wir He Jie, einen Pilzzüchter, der seinen Pilzzuchtbetrieb aufgebaut hat. Herr He zieht typische Zucht-Champignons (Agaricus bisporus) auf einem Stroh-Kuhmist-Gemisch in Holzregalen. Seine "Zuchthäuser" sind aus Holz- und Bambusrahmen, Plastikplanen und viel Strohmatten zur Wärmeisolierung gebaut. Das ganze erinnert von außen dann fast mehr an Schilfbauten, die auf dem Titicacasee treiben als an ein anständiges Zuchthaus. Interesanterweise, benützt He Jie noch immer das gleiche Myzel mit dem er vor 8 Jahren angefangen hat.
 
 
28. Mai  Mittwoch:  Lijiang - Gyalthang
Lijiang: Besuch des Yulongshan (= Jade Drachen Berges) Naturparks. Gondelfahrt auf 4503m mit Blick auf Gletscher, dem südöstlichsten des Tibetischen Plateaus und Gipfel (5596m). Picknick auf Blumenwiese im Tal (Iris ruthenica var. nana, Stellera chamaejasme, Roscoea tibetica & Roscoea cautleoides (gelb), Euphorbia spp, Androsace spinulifera, in der Nähe auch rote Strauchpeonie Paeonia delavayi). Fruchtlose Morchelsuche in Waldbrandgebiet belohnt durch Frauenschuh-Fund (Cypripedium guttatum).
 
 
Iris ruthenica var. nana
Stellera chamaejasme
Roscoea tibetica
Paeonia delavayi
 
Nachmittag Fahrt nach Gyalthang mit Stopp am Yangtze Fluss (2500m). Rhododendron-Heide nach Pass (3400m).
Willkommensmahl im Arro Khampa Restaurant, Gyalthang (3300m). Gyalthang Dzong Hotel
 
 
Yunnans Yulong Xueshan ist mit Asiens südlichsten Geltschern besattlet.
 
Yulong Xueshan Kette mit Kiefern im Vordergrund.
 
Das Jangtse-Tal
 
29. Mai  Donnerstag:  Gyalthang (= Zhongdian, Shangrila / Xianggelila)
Morgenbesuch des Songtsen Ling Klosters, Napa Naturpark mit gelber Daphne calcicola und scharlachroter Gloxinie, Incarvillea zhongdianensis. Besuch des Pilzmarktes mit Dr. Xu, Mykologe am Botanischen Institut Kunming. Etliche Arten frischer Morcheln liegen zum Trocknen aus. Dr. Xu zeigt uns eine fleischfarbene Art, bei der es sich um Morchella bicostata Chen & Liu handeln könnte.
Pilzsuche in einem jungen Wald mit Birken-Kiefer-Lärchen-Bestand: Leccinum cf. versipelle, Coriolus sp., ein bräunlicher Suillus, der mit den Lärchen assoziiert ist, und Rhizopogon rubescens. Edelweiß (Leontopodium sp.) wächst auch im Wald. Rhizopogon rubescens, auch unter seinen japanischen Namen Shoro bekannt, haben wir zum Abendessen im Restaurant des Forstamtes. Gyalthang Dzong Hotel
 
Das Songtsen Ling Kloster nahe Gyalthang
Am Dach des Songtsen Ling Klosters.
 
Ein Schneelöwe, eines der vier mythischen Schutztierwesen, bewacht das Tempeldach.
 
Rhizopogon rubescens, auf gut japanisch Shoro, in einem Restaurant zu haben. Der Geschmack war etwas fad und die Konsistenz erinnerte an unterkochte Kartoffeln.
Im Pilzmarkt haben wir diese rosanen Morcheln gefunden, die gemäß Dr. Xu wahrscheinlich Morchella bicostata Chen & Liu sind.
 
30. Mai  Freitag: Gyalthang - Wang Shor / Weng Shui
Fahrt auf dem Gyalthang - Chatreng (Xiangcheng, Sichuan) Highway zur Birong-Schlucht. Querung großer Kahlschläge. Weiterfahrt nach Namri Butong. Auf dem Weg herauf treffen wir Losang Yangzom und Freundinnen, die gerade Tee kochen nach langer Morchelsuche. Am Ende der Straße kurze Wanderung auf den Bergwiesen in 4100m, wo Einheimische Yartsa Gunbu, Cordyceps sinensis - Raupenpilz - sammeln. Wang Shor Guesthouse.
 
 
 Losang Yangzom hält eine Morchel hoch, während die Morchelsammlergruppe ein Teepause macht, bevor sie wieder nach hause gehen werden.
Eine Morchelsammlerin versteckt sich aber nicht eine Morchel von der Kamera.
 
Bu-Sammler laden ihr Zelt auf einen Kleintransporter. Für sie ist die Sammelsaison 2008 vorbei. Im Hintergrund Bau von Infrastruktur einer Kupfermine. Auf der anderen Seite dieses Bergrückens ist die Kupfermine Pulong gelegen, angeblich Chinas größte mit einem Investitionsvolumen von ¥4.4 Milliarden (fast 500 Millionen Euro). Die Täler entwässern in das wunderschöne Birong Tal, das bekannt ist für seinen unglaublichen Artenreichtum.
Eine Alphütte, die sich die Raupenpilzsammler zum Übernächtigen gebaut haben.
 
Ein Bu Händler zeigt seine Ware, die er in den abgelegenen Sammelgebieten direkt von den Sammmlern aufkauft, um sie in der Prefäkturstadt Gyalthang / Shangrila mit Gewinn weiter zu verkaufen.
 
31. Mai  Samstag:  Wang Shor - Namri Butong
Yartsa Gunbu Suche (4000m-4300m) mit Tendzin im offenen subalpinen Wacholder-Rhododendron Wald in 4200m in Namri Butong. Picknick mit Tendzin und Wangmo auf Almwiese in 4300m. Morchelsuche mit Tashi Wangden (23) & Kelsang Dhondrub (21) aus Wang Shor in 3750m Höhe in einem feuchten Weiden-Eichenwald am Sonnhang. Alle Morcheln wuchsen hier unter Weiden.
Blumen: Primula amethystina var. brevifolia (auf den Hochweiden), Maiapfel Podophyllum hexandrum, Himalaja Scheinmohn Meconopsis integrifolia,Omphallogramma vincaefolia (Primula ähnlich), Iris bulleyana (40cm). Morchelabendessen. Wang Shor Guesthouse.
 
Wangmo zeigt zwei Yartsa gunbu, den Tibetischen Raupenpilz. Sie trägt einen Motorradvisier, der letzte Schrei in Osttibet dieser Tage. Neben Wangmo sitzt ihr Mann Tsering, links eine typische Hacke zum Graben von bu.
Ein subalpiner Tannen-Fichten-Wacholderwald mit großen Rhododendron in Blüte. Im offenen Wacholderwald haben wir zu unserem Erstaunen ein paar Yartsa gunbu gefunden. Bis jetzt habe ich Cordyceps sinensis immer auf Weiden oder unter Minibüschen auf Weiden gefunden. Offensichtlich war genügend Pflanzenunterwuchs in Form von Seggen und Stauden vorhanden, um Thitarodes-Larven zu ernähren auf denen Cordyceps sinensis parasitiert.
 
Ein Yartsa gunbu, das nur teilweise ausgegraben ist. Teile des Myzels umwachsen das Exoskeleton der Larve sichtbar. Diese Myzel-"Hülle" wird zumeist abgebüstert vor dem Weiterverkauf. Ich nehme an der Pilz nimmt mit diesen Hyphae Feuchtigkeit vom Boden auf.
 
Tashi Wangden & Kelsang Dhondrub helfen uns beim Morchel suchen.
 
Morcheln wachsen unter einer Weide.
 
Der Himalaya Maiapfel (Podophyllum hexandrumblüht bevor er seine Blätter entfaltet, die später die Samenständeüberwachsen werden. Er ist eine wichtiges Heilkraut.
 
 
1.Juni  Sonntag:  Wang Shor - Gyalthang
Fahrt zurück nach Gyalthang via Geza. Botanikstop für Orchideen (Pleione yunnanensis) und gelber Frauenschuh (Cypripedium flavum), Iris (Iris reticulata var. nana) und gelbe Strauchpeonie (Paeonia lutea).
Besuch eines Mambo, ein Monument für die örtliche Schutzgottheit zwischen den heiligen Bergen. Kuckuck-Stop im am Rande des Kahlschlags. Die Morchel ist in Tibet nach dem Kuckuck "Gugu Shamo" benannt, da Pilz und Vogel im Frühjahr zur gleichen Zeit wieder erscheinen. Gyalthang Altstadtbesuch und Tanz. Übernachten im Gyalthang Dzong Hotel
 
 
Die exquisite Blüte des Frauenschuhes, einer Orchidee.
Ein gelber Frauenschuh (Cypripedium flavum)
 
Link zu meiner Tibet's Orchid Webpage
Pleione yunnanensis
2.Juni  Montag:  Gyalthang
Besuch bei Dr. Ma Liming vom Tibetischen Hospital Gyalthang. Interview zu Cordyceps sinensis in der Tibetischen Medizin. Besuch des Yartsa gunbu Marktes und anderer Naturmedizin Geschäfte in Gyalthang. Bad und Sauna in der Rangjung Dosam / Tiansheng Qiao heissen Quelle in malerischer Karstlandschaft.
 
Marc, Therese und Franz mit Dr. Ma Liming in Gyalthang's Traditioneller Tibetischer Medizin Klinik. Wir hatten das Glück Dr. Ma über Cordyceps Verwendung in Tibetischer Medizin zu interviewen.
 
Ein ganz neues Gebäude in Gyalthang, das mehr oder weniger im traditionellen Tibetisch Stil erbaut wurde. Uns wurde mitgeteilt, dass es eine Privatsammlung an tibetischen Statuen und anderen Objekten beherbergen wird, die von einem tibetischen Hotelier zusammengetragen wurde. Allerdings war es im Juni 2008 noch nicht eröffnet.

 
 
Die Geothermalquelle Rangjung Dosam (Tiansheng Qiao) 25 min Autofahrt von Gyalthang entfernt. Ein großes heißes Becken, Dampfhöhle, und die Möglichkeit sich im Fluss abzukühlen, erfüllen alle meine Erwartungen. Zu oft sind vollentwickelte Thermalquellen in Tibet eine Enttäuschung, aber nicht diese!
 
Der Fluss hat den Kalkstein getunnelt. Es ist sicher kein Zufall, dass die Heiße Quelle just an dieser Stelle emporströmt. Entlang der Tunnelwand ist das Dampfbad.
 
Etwas Raupenpilz gefällig?
 
3.Juni  Dienstag:  Fahrt nach Namkha Tashi / Feilaisi, Dechen.
Stop in Tsering Drolmas Haus in Gonjo, dem Dorf der Holzdrechsler im Gonjo Chu Tal (2000m) und Einkaufen in Pondzirak / Benzilan. Besuch der Aussichts-Terrasse über die 270° Jangtse-Schleife. Besichtigung des Ganden Dhondeling Klosters der Gelukpa Tradition, gegründet 1667 und eingeweiht vom 5. Dalai Lama im Jahre 1670. Fahrt durch Pemakarpo / Baima Xueshan Naturschutzgebiet und Jol Gonsong Pass (4200m). Weiterfahrt nach Dechen und Namkha Tashi / Feilaisi. Übernachten im Minzhu Hotel.
 
 
 
Ein Besuch in der "Guten Stube" von Tsering Drolmas Haus in Gonjo.
 
  
Ganden Dondheling Kloster, das 1667 gegründet wurde. Allerdings nicht in dieser Lage, sondern höher im Tal.
Fassade des Haupttempels des Ganden Dondheling Klosters.
 
Mönche reinigen Opferschalen für ein Wasseropfer.
Viele Tibeter bringen jeden Morgen Wasser als Gabe dar, daß die Reinheit des natürlichen ursprünglichen Geistes symbolisiert. Das Gewahrsein dieser "Natur des Geistes" ist das Ziel des buddhistischen Weges.
 
 
4. Juni  Mittwoch:  Namkha Tashi & Pema Karpo Pass
Morgen in Namkha Tashi Lhakhang / Feilaisi Aussichspunkt (3480m) über dem Mekong (Tibetisch: Gyalmo Ngul Chu / Chin.: Lancang Jiang). Kawa Karpo / Meili Xueshan (6740m) hüllt sich in Wolken. Besuch des verschneiten Pema Karpo / Baima Xueshan. Café. Kawa Karpo zeigt sich unverhüllt. Dinner mit Matsutake (Tricholoma matsutake)-Suppe, Shitakepilzen und Farnspitzen. Übernachten im Minzhu Hotel.
Zweimal Kawakarpo, einer der vier heiligsten Berge Tibets und sitzt einer Berggottheit. Zugleich ist Khawa Karpo auch Südost-Tibets höchster Berg mit 6740m. Bis jetzt ist er unbestiegen, etliche haben es probiert, viele davon sind von Lawinen getötet worden.
Links nur der oberste Gipfel, der durch die Wolken schaut. Davor ein kleiner Chörten (Stupa) und ein "Sang"-Brenner für Rauchopfer umgeben von Gebetsfahnen unterschiedlicher Machart.  Auf Chinesisch heißt Kawakarpo, der zwischen Mekong und Salwin liegt: Meili Xueshan.
Tief unten fließt der Mekong.
Es empfiehlt sich möglichst doch auf der Straße zu bleiben.
 
5. Juni  Donnerstag:  Hong Dorf, Dechen & Namkha Tashi
Fahrt entlang der Mekong-Schlucht und des Kawa Karpo-Massivs nach Hong (3000m) im Bezirk Yongning, Landkreis Dechen (Deqing). Besuch im Haus des Gemeindearztes Losang / Liu Sin. Wanderung im Kiefer-Fichten-Douglasien (Pseudotsuga forrestii)-Wald oberhalb Hongs. Gruppe teilt sich: Gemütlicher Nachmittag im Grünen (3300 m) und Morchelwanderung mit Lobsang und Wangdu in 3800 m Höhe. Morcheln im Rhododendron-Tannen-Schatthangwald. Übernachten im Minzhu Hotel.
Blick auf das Khawa Karpo Massiv [Meili Xueshan 6740 m] jenseits des Mekong-Tales. Rechts Solarzellen auf dem Dach des Badehauses. Was Pilzeinnahmen nicht alles finanzieren können!
 
 
Eine Morchel, die unter Tannen am Schatthang wuchs.
Das Dorf Hong mit Gipfeln des Pema Karpo Massivs (Baima Xueshan).
Lin Sen (=Losang), der Dorf-Amchi (Doktor), freut sich über eine Morchel, die wir 2 Stunden gesucht hatten.
Photos: Daniel Winkler, 3. Juni, 2008, Hong Village, Dechen TAP, Yunnan
 
6. Juni  Freitag:  Namkha Tashi - Gyalthang
Fahrt auf den Pema Karpo / Baima Xueshan Pass. Yartsa Gunbu Suche bis 4300m. Besuch des Cordyceps-Sammlerlagers am östlichen Pass. Ankauf von frischem Cordyceps direkt von Sammlern. Picknick unter der Passhöhe. Rückkehr nach Gyalthang. Abschiedsessen bei Arro Khampa. Gyalthang Dzong Hotel
Eine Gruppe von Raupenpilzsuchern auf dem Weg zu abgelegenen Pilzgründen.
 
Ein Sammlerlager über der Baumgrenze.
 © Daniel Winkler, June 3, 2008,  Dechen TAP, Yunnan
 
Eine Hochgebirgs-Primel; Viele Primula blühen während der Raupenpilzsaison.
 
Ein Yartsa gunbu (Cordyceps sinensis) in seinem alpinen Habitat in den tibetischen Gebieten Northwest Yunnans. © Daniel Winkler, 6.6. 2008,  Dechen TAP, Yunnan
 
Der Tibetische Raupenpilz ausgegraben in seinem typischen Habitat.
 © Daniel Winkler, June 6, 2008,  Dechen TAP, Yunnan
 
 
Eine Opuntie, die in den warmen Trockentälern Südosttibets wohl gedeiht und deren Früchte auch gegessen werden. Opuntia ficus-indica kommt ursprünglich aus Zentralamerika. Dahinter ein Dorf mit typischen Bewässerungsfeldbau. Immer öfter werden die ehemaligen Getreidefelder als Walnuss, Obst oder Gemüsegärten genutzt zur Produktion von Marktgütern.
 
7. Juni  Samstag:  Flug von Gyalthang via Kunming nach Chengdu
Besuch des Sichuan Materia Medica-Marktes und eines Gemüsemarktes. Besuch der Jinli-Promenade und der Tibeterstraße. Sichuan Hot Pot Fondue-Abendessen mit Drolma. Übernachten im Garden Hotel, Chengdu
 
8. Juni  Sonntag:  Ausflug Emei Shan und Lesan
Wanderung am Heiligen Berg Emei Shan von Wuxian über Zwillingsbrücken (Piknick), Qingyin, Guangfu (910m) zum Zhongfen Kloster. (GanodermaRussula im Cryptomeria japonica-Wald). Fahrt nach Leshan zur weltgrößten Buddhastatue (71m Höhe), die im 8. Jahrhundert am Zusammenfluss des Min Jiang und Dadu He in Sandstein gehauen wurde.  Abschlussdinner im Thai Restaurant. Übernachten im Garden Hotel Chengdu
 
 
Der Sandstein-Buddha aus dem 8. Jahrhundert ist der weltgrößte Steinbuddha mit 71m. Er wachte über eine gefährliche Passageam Zusammenfluss des Min Jiang und Dadu He.
Emei Shan's Zwillingsbrücken am Zusammenfluss zweier Bergbäche.
 
9.Juni  Montag:  Chengdu
Abflug & Rückreise
 
 Reiseablauf in 2010   Langer Fotobericht mit engl. Untertiteln
 
26-Mai      Mitt        Treffen in Chengdu, Besuch des Medizin Marktes - City Garden hotel
27-Mai      Don        Chengdu - Kangding
28-Mai      Frei        Litang Stadt in 4017m, Zentrum des Raupenpilzhandels und Sammels
29-Mai      Sam       Litang- Raupenpilzsuche
30-Mai      Son        Litang - Nyarong
31-Mai      Mon        Nyarong / Xinlong - Ganzi
 1-Juni      Die         Ganzi - Rongpatsa - Ganzi
 2-Juni      Mitt        Ganzi - Cordycepssuche
 3-Juni      Don        Ganzi - Sertar / Seda- Pema
 4-Juni      Frei        Pema - Darlag - Machen
 5-Juni      Sam       Machen - Amnye Machen - Raupenpilzsuche
 6-Juni      Son        Machen - Xining
 7-Juni      Mon       Xining
 8-Juni       Die        Wir trennen uns am morgen in Xining, Qinghai
 
Vom 27. Mai bis 7. Juni sind wir im Cordyceps Habitat.



 
Ein "Bu"-Sucher gräbt mit einem einfachen holzernen Werkzeug. Beim Ausgraben vonCordyceps muss man sehr vorsichtig sein, dass man den Fruchtkörper nicht von der der toten und schon "verdauten" Raupe abbricht, was den Preis sehr vermindern würde.
© Daniel Winkler, Serkyim La, Juni 2006
 
Cordyceps sinensis Fruchtkörper
mit voll entwickelten Ascuszellen.
Die Spitze ist wahrscheinlich von irgendendeinem Nager abgefressen worden.
© Daniel Winkler, Kongpo Barla,  Juni 2006
Wer will Raupenpilzbonbons? Eine Tibeterin bietet Raupenpilz in einer Bonbontüte zum Verkauf an auf dem Weg zum Kongpo Barla Pass.
Juni 2006   © Daniel Winkler
 
Das Kloster Sok Tsanden, eines der beeindruckensten in Tibet. Zugang war in der Vergangenheit leider zumeist verboten.
Photo:D.Winkler, Juni 2005


 

 

Reiseablauf 2008
(Allerdings sind Änderungen um den Expeditionserfolg zu sichern immer möglich)
 
26-Mai Treffen in Kunming - Besuch des Pilzmarktes
27-Mai Flug nach Lijiang, Naxi-Kultur Hauptstadt, Besuch Joseph Rocks Haus
28-Mai Akklimatisierungswanderung im Yulongshan, nachmittag Fahrt nach Gyalthang
29-Mai Gyalthang Besuch des Songtsen Ling Kloster
30-Mai Fahrt nach Birong,  Vorbereitung für Cordyceps-Suche
31-Mai Birong: Cordyceps-Suche
1-Jun Birong - Gyalthang
2-Jun Gyalthang - Heisse Quelle
3-Jun Fahrt von Gyalthang nach Dechen durch Yangtseschlucht
4-Jun Dechen / Baima Xueshan - Hochgebirge - Raupenpilz
5-Jun Dechen Morchellsuche & Waldwanderung  
6-Jun Dechen / Baima Xueshan - Hochgebirge - Raupenpilz - Gyalthang
7-Jun Gyalthang Flug nach Chengdu Materia Medica Markt
8-Jan Chengdu Ausflug Emei Shan - Leshan
9-Jan Rückflug Europe/USA


 
Bu Aufkäufer zeigt seine Beute. Der Sack ist wohl etliche 10.000 Euro wert.  Nyingtri, Juni 2006   © Daniel Winkler

Last edited on Fri, June 18, 2021, 10:54 am